Human Gate
Ein Human Gate ist ein Kontrollpunkt, an dem eine Nachricht, die eine Trust-Grenze überschreitet, für eine menschliche Prüfung zurückgehalten wird, bevor ihr Text jemals den Kontext des empfangenden Agents erreicht. Die entscheidende Design-Entscheidung ist, was das Gate zurückhält: nicht die Erlaubnis, sondern die Body selbst. Eine gehaltene Nachricht zeigt nur strukturelle Metadaten — die kernel-verifizierte Absender-uid, die Nachrichtenlänge, eine Thread-ID, einen Zeitstempel — und niemals ihren Text, bis ein Mensch sie freigibt. Das Zurückhalten der Body ist der Schutz; ein Warnlabel auf bereits zugestelltem Text ist es nicht, denn ein Sprachmodell, das feindseligen Text bereits gelesen hat, wurde ihm bereits ausgesetzt. Deshalb scheitert "als verdächtig markieren und trotzdem zustellen" als Verteidigung: Die Markierung macht das Lesen nicht ungeschehen. In agentixmesh ist das Human Gate der Standard für jeden Verkehr, der eine Trust-Grenze überschreitet (etwa zwischen OS-Usern), und dieser Standard ist bewusst nicht auf automatische Zustellung herabstufbar — Bequemlichkeit ist genau der Druck, der Trust-Grenzen aushöhlt. Innerhalb der eigenen Sessions eines Users, wo der Absender per Definition man selbst ist, fließen Nachrichten ohne Gate; die Grenze des Gates entspricht der Grenze des Vertrauens.
Das Gate schützt an der Grenze vor Prompt Injection; das vollständige Modell steht unter Trust-Modell & ehrliche Grenzen.